Kolpingsfamilie Gersthofen
im Diözesanverband Augsburg

Israel-Reise aus dem März 2023

< zurück

Schnell war das „geheime“ Reisethema bekannt, das Mitglieder der Kolpingsfamilie Gersthofen und Besucher am 21. Mai zu sehen bekamen: Erwin Fath zeigte seine Israel-Reise aus dem März 2023 „in friedlichen Zeiten“ wie er betonte. Vorausgegangen war eine Woche Jordanien - dazu sah die KF Gersthofen im November 2023 eine Bilderauswahl. Mehrmals gab es strenge Kontrollen durch den Zoll, teilweise mit Befragungen. Die Rundreise durch Israel - mit Hebräisch als Amtssprache - startete im südlichen Wadi Ram über En Bokek mit mineralischem Wasser für therapeutische Zwecke. Vorbei an Salz-Gewinnungsanlagen, dem Tafelberg Mosabat ging es mit der Seilbahn auf das Plateau Masada in 440 m Höhe mit der Felsen-Festung von König Herodes und Palästen. Der Jordan fließt zwischen Totem Meer und See Tiberias - er trennt Israel und und das östliche Nachbarland Jordanien. Im Jordantal gedeihen Obst-Plantagen mit aufwändiger Bewässerung. Daher sinkt stetig der Wasserspiegel des Toten Meeres. „In einer der üppig bewachsenen Parkanlagen mit Palmen, duftenden Blüten, sah ich Klippschliefer, ähnlich Meerschweinchen, so groß wie Kaninchen“, berichtete Erwin Fath.

Qumram am Toten Meer entstand im 2. Jh. vor Chr. als römisches Militärlager mit Zisternen und gilt als Fundort berühmter Bibel-Handschriften. Die Reise führte weiter in den Norden nach En Gev am See Tiberias in Galiläa. Über sanfte Hügel Galiläas fuhr Erwin Fath an den See Genezareth. „Er ist 12 km breit, 21 km lang, 209 m unter dem Meeresspiegel und ist nach dem Toten Meer der zweittiefste See der Welt“, informierte Erwin Fath. An der Taufstelle von Jesus lassen sich heutzutage viele Pilger erneut taufen. Im Kibuz an den Golanhöhen am See Genezareth war ein Übernachtungs-Quartier. Die Brotvermehrungs-Kirche birgt wunderschöne alte Mosaikplatten.

In Kapernaum am nördlichen See steht das Wohnhaus des Apostels Petrus. An die Speisung der 5000 Menschen erinnert ein Mosaik. Die Bergpredigt hielt Jesus auf dem Berg, von dem aus ein wunderbarer Blick über See und Land Erwin Fath in den Bann zog.

Am Mittelmeer entlang führte die Route nach Akko mit altem Kreuzfahrer-Hafen und nach Haifa, der drittgrößten Stadt Israels, auch das Tor Israel genannt. Im modernen Tel Aviv kam Erwin Fath durch den arabischen Stadtteil Jaffa mit der Moschee von 1810 mit dem Sternzeichen Brunnen sowie dem Uri-Geller-Museum mit einem großen gebogenen Löffel am Eingang.

Die Fahrt nach Westen brachte die Reisegruppe nach Jerusalem in die Altstadt mit dem Israel-Museum und dem Mahnmal an die 6 Millionen Toten durch das NS-Regime. In einer Bodenplatte stehen die Namen aller Konzentrationslager. Die goldene Kuppel des Felsendomes strahlte. Diesen und die naheliegende Al-Aksa-Moschee können innen nicht besichtigt werden.  Die Klagemauer, teils aus der Herodes-Zeit, ist den Einheimischen vorbehalten. Über die Via Dolorosa mit den Stationen des Leidensweges Jesu gelangte Erwin Fath zur Grabeskirche mit einer Fassade aus Kreuzfahrerzeit mit der Geburtskirche. Der silberne Boden-Stern gilt als Geburtsstelle von Jesus. Die Route führte nach Betlehem auf palästinensisches Territorium. Erschreckend war die 8 m hohe Mauer, die Israelis und Palästinenser trennt. Von einer Anhöhe aus sah Erwin Fath den David-Wasserfall. Die Endstation war Tel Aviv zur Heimreise. „Am besten gefielen mir die abwechslungsreiche Landschaft mit Felsen, Wüste, Parkanlagen mit vielfältiger Fauna und Flora und die Geschichte dieser Region“, resümierte Erwin Fath von der Kolpingsfamilie Gersthofen. Einen Gutschein als Dank erhielt er von Vorstandsmitglied Rosie Eichele.

 

Text und Bilder von Dagmar Benz

23.05.2023
< zurück

Bilder