Kolpingsfamilie Gersthofen
im Diözesanverband Augsburg

Besuch Gebetshaus in Göggingen

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Einbllicke in das moderne Gebetshaus in Göggingen gewährte Franziska Weiblein bei einer Führung am 6. Juni der Kolpingsfamilie Gersthofen. Der Gründer Johannes Hartl, promovierte in katholischer Theologie, und seine Frau Jutta, Beide angeregt durch Erfahrungen in USA, scharen seit 2012 Gläubige der katholischen, evangelischen sowie der Freikirche, also protestantische Anhänger, um sich. Einer der Thesensätze lautet „Gebet ist nicht alles, aber ohne Gebet ist alles nichts“. Das Gebetshaus ist in das Netzwerk der Charismatischen Erneuerung eingebunden.

Urgestein der Kolpingfamilie Gersthofen Alfred Steiner  besuchte bei einer Radlfahrt dieses Gotteshaus und schlug es als Programmpunkt seiner Tochter Barbara Lamprecht, aktiv in der Vorstandschaft, vor.

Beten verstummt im Gebetsraum in weißen und goldfarbenen Tönen nie, denn Tag und Nacht kann dort täglich ununterbrochen gebetet werden. 46 Missionare in jeweils 6-Stunden-Schichten, Missionsleiter mit 10 bis 12 Arbeitsstunden leiten an bei Laudes in der Kapelle, dem Gebet, Lobpreis oder Fürbitten. Es zählt der Blick auf Jesus „weil Jesus es wert ist“. Auch mal laute Musik zu bestimmten Formen des Gebetes lädt zum Mitsingen ein. Zwei unterschiedliche Bibel-Versionen sind im Einsatz. Jeder Wochentag hat einen geistlichen Schwerpunkt. Freitag mittags können die Christen am Abendmahl teilnehmen. Schweige-Exerzitien sind im Angebot, die gerne von Auswärtigen angenommen werden.

Unterstützung erhält das Gebetshaus durch die Diözese, jedoch keine kirchliche oder staatliche. Durch Spenden finanziert sich diese Glaubens-Gemeinschaft. Jeder Missionar hat seinen eigenen Partnerkreis, der die Missionare finanziell unterstützt. Das gespendete Geld kommt in einen Topf, daraus errechnet sich ein Durchschnitts-Gehalt für die Mitarbeiterschar.

Erschrocken reagierte Alfred Steiner im Großraumbüro „so eng aufeinander kann doch nicht gut gearbeitet werden“. Die Arbeitsplätze sind nicht alle gleichzeitig besetzt.

In der Kapelle mit schwarzen Sitznischen hängt ein gold-farbener Jesus ohne Kreuz. Geblümte Tapeten im Flur an Boden, Wänden und Decke führen zum Gästehaus mit verschieden gestalteten Übernachtungszimmern. Jedes der Zimmer mit Dusche ist anders eingerichtet. Die Kolping-Leute faszinierte die moderne Bauweise und die modische Ausstattung in den Räumlichkeiten.

Die Urkunde mit dem „German Design Award Special 2022“ für „exzellente Architektur“ an die Philipp Architekten GmbH hängt im Eingangsbereich. Anna Phillipp setzte hochwertige Materialien in moderner Gestaltung in Räumen und Terrassen um.

Die Gebetsleiterin Franziska Weiblein, seit sechs Jahren im Gebetshaus, betonte „es braucht Orte, wo die Gegenwart Gottes erlebbar ist“. Das älteste Gebetshaus steht in Freiburg, in Augsburg das größte, das künftig auf einem Nachbar-Grundstück Erweiterungs-Flächen bekommt.

 

Text und Photos von Dagmar Benz

11.06.2023
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