Zum Inhalt
Kolping Logo

Kolpingsfamilie

Gersthofen

Portrait Adolf Kolping
Schmuckelement Kurve oben Schmuckelement Kurve oben

Führung durch die neue Mittelschule Gersthofen

veröffentlicht am

Schulleiterin Sigrid Puschner ließ es sich nicht nehmen, die große Schar der Kolpingsmitglieder am Freitag Nachmittag durch die neue Mittelschule zu führen.

650 Schüler erhalten in 24 Klassenzimmer von 65 Lehrkräften Unterricht im neuen, modernen  Schulhaus. Hohe, tiefe Stufen, grün bezogen als Mittelpunkt, z. B. für die Weihe-Veranstaltung vor einigen Tagen, Darbietungen, Konzerte, und ein Vorraum wo in anderen Schulen eine Aula ist. Entschleunigt ist nun das schnelle Hin und Her wie in der bisherigen Aula. Von diesen grünen Treppen im Erdgeschoss blickt man in die Höhe vorbei an farbigen Sonnensegeln an Metallseilen durch ein Glasdach zu Wolken und Himmel, so die Idee der Architekten.

Daher können die fehlenden Klassenräume nicht oben daraufgesetzt werden. Dafür wird nach Vorgaben der Behörden ein Anbau erstellt, gleich daneben, wo vielleicht ein Schulgarten sein könnte. Eine Teilnehmerin fragte, warum der Anbau jetzt nicht gleich für 10 Räume oder mehr erfolgt. Laut Genehmigungsbehörden kann nur der Fehlbedarf gebaut werden, erklärte Sigrid Puschner. Ob auf dem nicht verglasten Schuldach Photovoltaik die Sonne einfängt für Energie?

Große Freitreppen ersetzen ein Treppenhaus, ein Aufzug ist vorhanden. Alle Klassenzimmer sind von außen einsehbar durch Glas neben der Türe oder in der Wand. Eine Raumeinheit bilden zwei Unterrichtsräume, dazwischen ein Verbindungszimmer für Projektarbeit, einsehbar mit Glas oder Schieber zu schließen (genannt in englisch cluster). In dieser neuen Mittelschule (früher Hauptschule) kommen keine üblichen Tafeln zum Einsatz, sondern technische mittels Computer, Kamera und Technik über Stromverbrauch (genannt in englisch whiteboard, da die Tafeln weiß sind). An kleinen Tischen arbeiten die Schüler, darunter eine Plastik-Schublade für Bücher. Farbige Holzbretter an Geländern und Lerninseln mit farbigen lehnenlosen Sitzgelegenheiten bilden in den hellen, geräumigen Fluren Möglichkeit für Hausaufgaben.

Viel Sichtbeton an Wänden, manche sind weiß überzogen – Nadelfilz am Boden oder Estrich, manchmal auch Parkett.

Auffallend: Fast keine Türklinken sind im Haus, die Klassenzimmertüre fällt ins Schloss; sie ist von außen mit Schlüssel zu öffnen. Beleuchtung kommt mittels Bewegungsmelder, so sind keine Lichtschalter erforderlich.

Keine Thermometer hängen in den Schulräumen, da eine Temperaturregelung eingebaut wurde – noch nicht in Betrieb. Es genügt daher, nur zwei Fenster pro Raum öffnen zu können. Den Lärmschutz erfüllen abgehängte Deckenteile über eine halbe Zimmerdecke.

Eine Besonderheit: Sportler des FCA und AEV lernen in je einer Klasse. Das Training ist in die Unterrichtsabläufe eingebaut. Chemie- und Physiksaal, drei Werkräume, zwei IT-Lehrsäle mit je 24 Computerplätzen runden das Unterrichtsangebot ab. Die Geräte/Bildschirme werden teilweise ganz modern nicht abgeschaltet vor dem Wochenende.

Bis zur 7. Klasse lernen Schüler alle Fächer, ab 7. Klasse kommt hinzu das Fach Hauswirtschaft in den beiden Schulküchen, ab 8. Kl. gibt es die Zweigwahl für die künftige Lernausrichtung.

Eine Arbeitsplatz-Börse gilt verpflichtend für alle Schüler, Eltern kommen nicht dazu, was Rektorin Puschner bedauert. ?Immer öfter entziehen sich Eltern der Verantwortung, gehen nicht zu Veranstaltungen wo ihre Sprösslinge aktiv teilnehmen. Manchmal übernehmen Großeltern einige Eltern-Aufgaben?, resümierte Puschner. 

Als nächstes Großereignis steht am 1. August die Namensfeier in Anna-Pröll-Mittelschule nach einer Augsburger Widerstandskämpferin bevor.

Die Kolpingsmitglieder waren erstaunt und erfreut zugleich über die ausführliche Führung. (db)