Eine kleine Gruppe der KF Gersthofen besuchte am Freitag, 22.09.2017 das Kloster Sankt Stephan in Augsburg, um über deren Geschichte zu erfahren. Abt Theodor Hausmann ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer zu führen.
Das Kloster St. Stephan gehört zu dem ältesten Teil der Stadt Augsburg, und wurde auf den Resten römischer Bauwerke errichtet, was durch Grabungsfunde bestätigt werden konnte. Die Einweihung im Jahr 969 durch Bischof Ulrich von Augsburg begründete eine über 800 jährige klösterliche Tradition, die im Jahre 1803 durch die Säkularisation beendet wurde, und in deren Verlauf das Kloster in den Besitz der Stadt Augsburg überging.
Auf Initiative einiger Augsburger Bürger und des bayerischen Königs Ludwig I. wurde im Jahr 1835 der Schulbetrieb durch den Benediktinerorden gegründet, welcher bis zum heutigen Tage besteht. Im Kloster leben und arbeiten zurzeit 12 Patres, u.a. als Lehrer am Gymnasium, im Internat, in der Seelsorge, oder führen handwerkliche Tätigkeiten aus. Diese werden unter anderem im Klostergarten, einer imposanten Anlage mitten in der Stadt gelegen, benötigt. Dient dieser doch der Versorgung des Klosters mit Obst und Gemüse. Des Weiteren befinden sich dort eine Sternwarte sowie eine Wetterstation, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum heutigen Tage fortgeführt wird.
Vom Garten ging es weiter zum ältesten noch erhaltenen Kirchlein in Augsburg: Sankt Gallus,ein Kleinod im Herzen Augsburgs.Zum Abschluss unseres Rundganges wurden wir von Abt Theodor Hausmann zur Vesper in die Klosterkirche Sankt Stephan eingeladen und nahmen an deren Abendgebet teil, welches durch eine tiefe Religiosität und Spiritualität beeindruckte.
Mit diesen Eindrücken verabschiedete uns Abt Theodor Hausmann mit der Empfehlung, Wesentliches für das eigene Leben zu entdecken.