(db) Das offizielle Ende der Weihnachtszeit ist an Maria Lichtmeß, dem 2. Februar. So lange stehen in vielen Kirchen noch Krippen und geschmückte Weihnachtsbäume. Die Kolpingsfamilie Gersthofen wollte mehr wissen zu diesem alten Brauchtumstag und lud Thomas Staroszynski von der Katholischen Erwachsenen-Bildung ein.
?Bis 1912 war der Lichtmeßtag ein arbeitsfreier Tag? so Thomas Staroszynski. Von Christi Geburt bis Lichtmeß sind es genau 40 Tage. Das Fest reicht ins 4./5. Jahrhundert zurück. Im Heidnischen gab es eine Lichter-/Reinigungsprozession. Es ist auch ein Fest der Reinigung Mariens. Jesus erscheint als Licht der Welt, darum auch der Name ?Darstellung des Herrn? und Kerzen bilden dabei einen Schwerpunkt. So entstanden Kerzenmärkte, bei denen die Menschen ihren Jahresbedarf kauften. Die gesegneten Kerzen sollen Unheil abwenden, denn der Blasius-Segen wird häufig nach Lichtmeß gespendet. Am 3. Februar gedenken wir des Heiligen Blasius.
Das Bauernjahr begann um den 2. Februar mit Beobachtungen der Tageslänge und des Wetters. Staroszynski führte aus ?Es war der Wechseltermin für Knechte und Mägde für die Anstellung bei den Bauern. Dann hatte das Personal auch bis zu fünf arbeitsfreie Tage.? Staroszynski forderte die Gläubigen der Kolpingsfamilie auf, mitzuwirken, dass das Brauchtum fortgeführt werde und Christbaum und Krippe bis zum Lichtmeß-Tag in den Kirchen bleiben sollen. ?Lassen Sie Ihre Kerzen weihen und gestalten Sie eine Lichterprozession? wünschte er von den Kolpingsmitgliedern.
Rosie Eichele dankte ihm mit einem Kolpingkrug.
Brauchtum zu Maria Lichtmess
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