(db) Wenig Licht, und das nur im Altarraum, konzentrierte den Blick Kolpingsfamilie Gersthofen auf das ?Herrgöttle von Biberbach?. Klaus Gerstmayr führte die Gäste gerne durch die Wallfahrtskirche St. Jakobus. Das spätromanische, mächtige Holzkruzifix prangt in der prunkvollen Altarempore. Dann leuchtete der 1. Vorsitzende der Biberbacher Kolpingsfamilie, Klaus Gerstmayr, das mehrfach umgebaute und vergrößerte Gotteshaus voll aus, um den Besuchern das volle Ausmaß der Pracht zu zeigen. ?Pfarrer Anton Ginther (1655 bis 1725) begründete in Biberbach die Wallfahrt?, informierte Gerstmayr. Vermittelt wurde er von den reichen Augsburger Fuggern nach Biberbach. Ab 1753 begann die Umgestaltung der Barockkirche im Stile des damaligen Rokoko. Der weithin bekannte Dominikus Zimmermann gestaltete die vier Seitenaltäre. Besonders hervorzuheben sind die 48 Tafelbilder an der gesamten westlichen Orgel-Empore, wovon eines den Blitzeinschlag von 1654 zeigt. Neun dieser farbigen Tafeln stellen die Biberbacher Wallfahrt dar. Eine Skulptur des Heiligen Jakobus blickt von der Emporenbrüstung in diese wundervolle Kirche.
?Und was kennzeichnet eine Wallfahrtskirche?? fragte Klaus Gerstmayr die Gruppe der Paten-Kolpingsfamilie aus Gersthofen. Ganz spontan kam von Gabi Kneisl ?12 Beichtstühle, ein Gnadenbild und die Votivtafeln?. Davon sind etliche aussagefähige Exemplare in den Seitenkapellen zu bestaunen.
Eine Besonderheit stellte der Orgelwettstreit zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Bachmann auf Vermittlung von Christoph Bernhard am 6. November 1766 dar. Beide Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren leisteten ?ihr Äußerstes und so fiel der Wettstreit rühmlich aus?, ist im Kirchenführer nachzulesen.
Und bei der frisch renovierten monumentalen Kreuzigungsgruppe auf dem Kalvarienberg eilte ein Igel über Steine ins Gebüsch, bevor sich die Kolpingleute aus Gersthofen auf den Heimweg begaben.
Besuch der Wallfahrtskirche in Biberbach
veröffentlicht am