Bei der besonderen Bergtour nach Nordost-Tansania zu einem der höchsten freistehenden Berge, der Welt, dem erloschenen Vulkan Kilimandscharo waren neben Karl Schneider auch die Mitglieder Alfred Steiner und Erwin Wiedemann dabei. Ihre Frauen reisten nach der Besteigung nach.
Das erfahrene Bergsteiger-Trio wählte die Marangu-Route auf den Kilimandscharo mit festen Unterkünften. In sechs Tagen kann der Gipfel in Höhe von 5.895 m erreicht werden. Karl Schneider betonte: ?Ein Akklimatisationstag wird am vierten Tag eingelegt, um sich auf die dünner werdende Luft einzustellen. Routinierte Träger beförderten von Hütte zu Hütte jeweils 15 kg Gepäck, so hatten wir nur unsere eigenen Rucksäcke und Gehstöcke zu tragen. Eine immense Erleichterung?.
Nach dem tropischen Urwald mit vielen Colobusaffen wanderte die Gruppe durch Moorland mit herrlichen Ausblicken auf den Vulkan Mawenz, einem der drei Vulkane des Kilimandscharo.
?Die letzte Etappe zum Gipfel beginnt mitten in der Nacht, ein faszinierender Sonnnenaufgang belohnte uns? schilderte Karl Schneider freudig. Dieser Tag bringt 12 ? 14 Stunden Gehzeit, an den anderen Tagen ca. 6 ? 8 Stunden. Der Tourenleiter wies auf die anstrengenden Stunden bis zum Gipfel hin. Konzentrierte Atmung, kleine Schritte bei der dünnen Luft sind wichtig. Der Pfad führt steil bergauf ? der erreichte Gilman?s Point auf 5.681 m Höhe am Kraterrand gilt schon als Besteigung der Kilimandscharo. Alfred Steiner gefiel es ?über die weißen Wolken, die Eisberge zu blicken, einfach traumhaft?. ?In dieser Zone gibt es nur Geröll, Fels, Schnee. Und Eisberge, weiß und schön. Sie dienen als Basis der Wasserversorgung für die Bevölkerung? berichtete Karl Schneider. Bis zum Uhuru-Peak, dem höchsten Punkt Afrikas, galt es die letzten anstrengenden Höhenmeter zu erklimmen. ?Einfach nur ergreifend, wunderschön, diese Stille ist phantastisch? schwärmten Karl Schneider und Alfred Steiner vor dem Gipfelkreuz in 5.895 m Höhe bei 12 Grad Minus. Auf dem selben Weg führte der Abstieg zurück.