Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr
Jahreshauptversammlung mit Bilderschau
(db)
Mitglieder, Gäste, Stadträte kamen zur Jahreshauptversammlung der Kolpingfamilie Gersthofen. 1. Vorsitzender Walter Steiner freute sich über den vollen Saal im Pfarrzentrum Oscar Romero. Leider konnte Stadtpfarrer Ralf Gössl aus gesundheitlichem Gründen nicht dabei sein. Im Grußwort hob 1. Bürgermeister Jürgen Schantin hervor: ?Euer Programm spricht Bände, die Kolpingfamilie setzt bewusst Schwerpunkte nach den Leitlinien von Adolph Kolping, was sich in vielen Aktionen auszeichnet.? Er erzählte die Geschichte vom Sinn des Lebens über irdische Güter, Reichtum und guten Umgang mit der Zeit im Leben in Form eines Dialoges zwischen einem mexikanischen, genügsamen Fischer und einem effizient arbeitenden Bankier. ?Vielleicht gibt diese Geschichte Jedem Anregungen mit auch für die geruhsame, besinnliche Adventzeit?, resümierte Jürgen Schantin.
In seinem Rechenschaftsbericht hob Walter Steiner das Hauptereignis mit der 50-Jahrfeier zur Gipfelkreuz-Erstellung auf der Mädelegabel hervor. ?Harmonisch und ereignisreich war es für die 50 Teilnehmer vom 11. bis 13.8.2011, wo Diözesanpräses Alfons Zeller den feierlichen Gottesdienst unter freiem Himmel zelebrierte?, berichtete Walter Steiner.
Im Jahresrückblick ging Steiner auf das umfangreiche Programm ein, ergänzt mit einer Bilderschau zu den Veranstaltungen. ?Im Dezember 2010 erfreuten wir uns am Anblick der riesigen, liebevoll gestalteten Nikolaus-Sammlung bei Magdalena Liepert? begann Steiner. Die stimmungsvolle Waldweihnacht, musikalisch umrahmt von einer Gruppe der Blasharmoniker, führte in den Leipheimer Wald mit Einkehr im Hotel Waldvogel.
?Mit Impressionen aus Irland zeigte uns Josef Schwab als Bildervortrag dieses interessante Land, in dem das Wetter besser ist, als viele meinen?, so Walter Steiner.
Sieben bunt gestaltete Kolla-Veranstaltungen, unterstützt von vielen Kolpinghelfern bei der Lechana, brachten tausende Gäste zum Lachen.
Als Einstimmung zur 50-Jahrfeier zeigte Alfred Steiner im März eine große Anzahl Dias und Photos aus den fünf Jahrzehnten. Anekdoten und Erlebnisberichte rundeten seine Erzählungen in der überfüllten Johannisstube ab.
Lebensrettung mit der Auffrischung in Erster Hilfe und Vorführung des Defibrillators standen im Fokus eines Informationsabends. Lorenz Dollinger führte an einer Puppe den Einsatz dieses wichtigen Gerätes vor. Sein Tipp: ?So schnell wie möglich handeln ist das Wichtigste bei einem Notfall. Daher diese Kenntnisse regelmäßig auffrischen.?
Im April stellte Dr. Bernhard Lehmann engagiert ein Schulprojekt vor über ?Zwangsarbeit in Gersthofen?.
Den traditionellen Emmausgang am Ostermontag organisierte Werner Simon in die Kirche St. Martin in Batzenhofen mit einer Kirchenführung.
Einblicke über die lokale Wasserführung schon vor Jahrhunderten gab es bei der Besichtigung der historischen Wassertürme am Roten Tor in Augsburg.
?Blumig ging es im Mai weiter: Frieda S. Heinze zeigte uns die Entwicklung von der Traditionsgärtnerei Pleyer zum vernetzten europäischen Floristik-Unternehmen. Wir sahen beim Binden eines harmonisch gestalteten Blumenstraußes zu? schwärmte der 1. Vorsitzende Steiner.
Auf Einladung von Walter Prinz vom Diözesanvorstand Augsburg besichtigte eine Gruppe in Lauingen an der Donau, der Albertus-Magnus-Stadt, das Stadtmünster St. Martin, Teile der Altstadt, das neoklassizistische Rathaus, den bekannten Schimmelturm. Im Kolpinghaus führten sie interessante Gespräche bei abschließender Brotzeit.
Vorstandsmitglied Karl Eisensteger lud Dr. Eberhard Pfeuffer ein. ?Mit seiner ?Liebeserklärung an den Lech? zeigte er völlig neue Einblicke in den Fluss vor unserer Haustüre? bekannte der Kolpingmann.
Akupunktur als alternative Heilmethode für manche Krankheiten erläuterte ausführlich Dr. Claudia Zirngibl vielen interessierten Kolpingmitgliedern.
Im September ließ sich eine große Kolpinggruppe durch die Sonderausstellung ?Reiz und Scham: Kleider, Körper und Dessous? im Textilmuseum Augsburg führen. ?Es ist schon ein großer Unterscheid zwischen der bequemen Kleidung heutzutage im Vergleich zu früher, gleichwohl beim Drunter und Drüber? schmunzelten die Vorstände Walter Steiner und Werner Simon in Erinnerung an die hübschen Mieder und reich verzierten Wäschestücke.
?Den Einstieg in die Weinwelt erklärte uns Weinakademikerin Rosie Lemberger im gut besuchten Weinseminar. Sieben Rebsorten verkosteten die Kolpingmitglieder?, erinnerten sich Steiner und Rosmarie Fath.
Gabi Kneisl und Christa Nowak informierten ausführlich über das Kuratorium El Salvador. Als Zustiftung der katholischen Kirchenstiftung St. Jakobus fördert es besonders die Schaffung menschenwürdiger Wohn- und Lebensverhältnisse. Selbsthilfeeinrichtungen kirchlicher Träger vor Ort erfahren aus Gersthofen Unterstützung. Denn ?Gemeinsam etwas zu bewegen, ist nicht schwer?. ?Das Kuratorium El Salvador unterstützt unsere Partnerpfarreien in El Salvador durch Spendenaktionen, Basare, Informationsveranstaltungen und besondere Gottesdienste?, betonte Gabi Kneisl.
In der mehr als 900 Jahre alten romanischen Kirche St. Georg in Lützelburg erhielten Kolpingmitglieder nach der umfassenden Kirchenbesichtigung Einblicke in die renovierte Orgel. Stolz zeigte der Organist Dr. Fischer das Innenleben und spielte einige Stücke.
Rosmarie Fath stellte das abwechselungsreiche Programm im 31. Jahr der Frauengruppe vor, untermalt mit zahlreichen Bildern. Aktiv sein für die Gesundheit hieß es bei der Wirbelsäulengymnastik donnerstags im Frühjahr und Herbst. Pfarrer Manfred Trettenbach gratulierten sie zum 80.sten Geburtstag. ?Gut angenommen werden unsere vorzügliche Maibowle und das sommerliche Grillfest für alle Kolpingmitglieder. Da geht es nicht nur um die Wurst, gute Gespräche gehörten genauso dazu? betonte Rosmarie Fath. Interessiert zeigten sich auch Kolpingherren für die technischen Details und Einrichtungen bei der neuen Autobahnpolizei. ?Im Sommer beginnen wir mit den Bastel- und Näharbeiten für den Weihnachts-basar? informierte Frau Fath. Marmeladen, Liköre, Sterne, Adventgestecke und vieles mehr runden das vielfältige Sortiment ab. ?Leider kamen weniger Käufer und Mitglieder zu unseren fünf geschmückten Ständen?, bedauerte Fath. Vermutlich geht weniger Geld zu Gunsten der Aktion Hilfe in Not an die Stadt Gersthofen. Ein Gottesdienst und eine stimmungsvolle Adventfeier runden das Frauenprogramm ab.
Sehr aktiv war auch der Familienkreis, wie Anja Motzkus erzählte, eine power-point-Präsentation am Computer lieferte die passenden Fotos. Stolz verkündete sie ?dieses Jahr gab es ein eigenes Jugendprogramm?. Schwungvoll erlebten sie eine musikalische Reise rund um die Welt mit internationalen Tänzen und lernten die passenden Tanzschritte. Auf einem Abenteuerspielplatz ging es rund, rauf und runter für die Kinder. Seltsam mutete es manchem Kolpingmitglied an, wenn Kinder sich freuen, den Müll anderer in der Umgebung Gersthofens zu sammeln. Die Stadtverwaltung stellte Müllsäcke zur Verfügung, stärkte die Teilnehmer mit einer Brotzeit und entsorgte das Sammelgut fachgerecht. Groß kommt das Familien-Wochenende in Dinkelscherben mit den abwechselungsreichen Spielen an. Rudi Straub und Philipp Rogg organisierten eine Weinprobe. ?Mit dem Rad fuhren wir zur Kirchenführung nach Biberbach, ein gelungener Ausflug für alle? freute sich Anja Motzkus. Ein Picknick im Garten stellten sie kurzerhand an einem Sonnentag zusammen. Eine Gruppe durchwanderte die Breitnachklamm. Beim Pfarrfest von St. Jakobus halfen viele Hände beim Ausschank mit unter Federführung von Rudi Straub vom Vorstand. ?Aufregend fanden die Kinder die Lesenacht in der Johannisstube, mal was anderes?, so Anja Motzkus. Im September wickelten sie den ersten karitativen Kinderflohmarkt im Pfarrzentrum Oscar Romero recht erfolgreich ab. Die eingenommenen 700 Euro rundete die Vorstandschaft auf 1000 Euro auf. ?Der SkF Sozialdienst katholischer Frauen erhielt diesen Betrag. Dieser christlich orientierte Verein bietet Schwangeren und allein erziehenden Müttern mit ihren Kindern einen geschützten Rahmen. Aufgrund sozialer und emotionaler Notsituationen erfahren diese Frauen und Kleinkinder bis sechs Jahren eine umfassende Hilfestellung?, schilderte Anja Motzkus.
Die Augsburger Puppenkiste lockte die Mitglieder des Familienkreises die Führung ins Museum Die Kiste und danach zum neuen Marionettenstück ?der kleine Wassermann?.
Kurz und bündig war der Bericht von Rosi Eichele über die Kolpingsenioren. ?Wir ehren langjährige Mitglieder, informieren zu verschiedenen, aktuellen Themen jeden zweiten Dienstag. Dazu kommen alle gerne, und wer mal nicht selbst laufen will, kommt mit dem Taxi. Einige Geburtstagsjubilare freuten sich auf unseren Besuch? so Rosi Eichele, die gemeinsam mit Rupprecht Straub aktiv ist.
?In diesem Dezember sind die Nikolaus-Gruppen bereits 50 Jahre unterwegs? freuten sich Reinhold Dempf und Philipp Rogg. Gegründet 1961 von Ernst Kirchgessner und Alfred Steiner gibt es pro Saison rund 200 Auftritte, seit Beginn summierten sich insgesamt 5.000 Auftritte. Stolz berichtete Dempf: ?Dabei ist das Spendenaufkommen enorm, allein 2010 gab es 7.148 Euro, trotz Wirtschaftskrise. Daraus kamen Spendenschecks an fünf verschiedene, soziale Bereiche zustande?. Und Philipp Rogg ergänzte ?Alles ist nur die ganz tolle Kameradschaft möglich?.
Die Revisoren Sebastian Schumacher und Ina Neiß lobten ausdrücklich die hervorragende Kassenführung von Gabriele Hillebrand.
Walter Steiner und Pfarrer Trettenbach begrüßten als Neumitglieder: Reinhold Demharter, Jutta Greiner, Georg und Christine Joder, Rudolf Langenmayer, Wagner Wolfgang (aktiv bei der Nikolaus-Gruppe) und Arne Zießow.
Ehrungen für 50 Jahre Treue in der Kolpingfamilie Gersthofen gab es für Arno Hemprich und Helmut Kapfer. Seit 25 Jahren sind Maria Birling, Claudia Bschorr und Philipp Rogg dabei.
Dankesworte richtete Vorsitzender Walter Steiner an alle Helfer beim Schließdienst der Kapelle an der Berliner Straße, gerne können noch andere mitmachen. Ebenso danke er den Vorstandsmitglieder für deren steten Einsatz
Den neuen Internetauftritt stellte Erwin Fath kurz vor: ?gersthofen.kf.kolping.de?. Ausführlich berichtet er darüber im nächsten Jahr.
Auf dem Bild von links: Arne Zießow, Reinhold Demharter, Jutta Greiner, Wolfgang Wagner, Präses Manfred Trettenbach, 1. Vorsitzender Walter Steiner. Es fehlen: Rudolf Langenmayer, Christine und Georg Joder.
Bild: Dagmar Benz